Anmeldung & Rückverfolgung bei Heimspielen

Liebe Freundinnen und Freunde des VfL,

in dieser besonderen Zeit ist nichts wie es in den letzten Jahren einmal war. Gerade im Amateursport merken wir wie groß die Aufwände sind und worauf alles zu achten ist, damit wir unseren geliebten Fußball überhaupt spielen können und hoffentlich noch lange dürfen. Besonders aufwändig gestaltet sich für uns die Rückverfolgung der Zuschauer, zu der wir gesetztlich verpflichtet sind. Um den Ablauf gerade bei den Heimspielen zu erleichtern, haben wir eine Online-Anmeldemöglichkeit für die Rückverfolgung geschaffen, die bei allen Heimspielen, neben einer Papierliste, zur Datenerfassung genutzt werden kann:

Wir freuen uns auf euren Besuch! Beachtet bitte die Maskenpflicht und registriert euch vorab unter https://flvw.app/VfLSenden, um die Check-in App nutzen zu können. Das erspart euch viel Wartezeit.

Mit einer dauerhaften Registrierung könnt ihr euch auf den westfälischen Fußballplätzen künftig in wenigen Sekunden einchecken, um eure Anwesenheit zu dokumentieren.

- Dazu müsst ihr am jeweiligen Platz den ausgehängten QR Code mit eurer Kamera-App scannen.

- auf der dort hinterlegten Website wählt ihr das spiel aus, welches ihr besucht

- klickt auf Check-in und schon seid ihr für das Event mit euren Daten für 4 Wochen gespeichert (Löschung erfolgt automatisch)

- mit Ende des Spiels werdet ihr automatisch ausgeloggt

 

Jahreshauptversammlung 2020

„Kapitän“ Buchholz übergibt das Steuer / Ingo Pallas neuer Vorsitzender

Mit etwas mehr als drei Monaten Verspätung fand am Freitagabend die Jahreshauptversammlung des VfL Senden in der Sporthalle am Schwimmbad. Dass bei der turnusmäßigen Veranstaltung dieses Mal alles etwas anders laufen würde, lag nicht nur an den außergewöhnlichen Rahmenbedingungen. Nach zehn Jahren endete eine Ära: Der Vorsitzende Gerd Buchholz hatte bereits bei der Wahl 2018 angekündigt in seine letzte Amtszeit zu gehen. 

"Kapitän" Gerd Buchholz übergibt Ingo Pallas den Schlüssel zum Sportpark.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder bedankte sich Buchholz bei seinen Mitstreitern im Vorstand und blickte auf die sportliche wie infrastrukturelle Entwicklung während seiner Amtszeit, untermalt von einer Diashow, zurück. Als wichtigste Eckpfeiler nannte er die Aufstiege der 1. Damenmannschaft in die Bezirksliga (2012) als auch jene der 1. Herrenmannschaft in die Bezirks- (2013) und Landesliga (2016) - vergaß dabei auch nicht die vielen Erfolge der Jugend zu erwähnen. Im Sportpark selbst hatte sich ebenfalls viel entwickelt: die Errichtung der Tribünen-Überdachung (2011), die Erneuerung des  Kunstrasenplatzes (2015), das Vordach vor den Umkleiden (2016), die neue Küche im Vereinsheim (2019) und aktuell die Errichtung des neuen Kabinengebäudes waren und sind aufwendige Projekte, die das Vorstands-Team auf den Weg gebracht hatte. „All dies wäre aber nie möglich gewesen, wenn wir nicht so viele ehrenamtliche Kräfte in unseren Reihen gehabt hätten. Auch durch die Unterstützung der Gemeinde und unserer Sponsoren können wir heute stolz auf diese Leistungen zurückschauen“, schloss Buchholz seinen Vortrag.

Es folgten die Berichte der Abteilungen, bei denen Jugendleiter Christian Arends besonders die U17- und U12-Juniorinnen (JSG Ottmarsbocholt / Senden) hervorhob, die ihre Saison in der Kreisliga auf dem 1. Platz beendeten. Ebenso verwies er auf die Vize-Meisterschaft der U19-Junioren - die bisher beste Platzierung einer Sendener A-Jugend in der Bezirksliga. Bei den Schiedsrichtern konnte Arends wieder Positives vortragen: mit Nelson Piroth (Ende 2019) und Nils Hörling (Juni 2020) konnten zwei neue Schwarzkittel gewonnen werden – der VfL übererfüllt damit weiterhin sein Soll, auch wenn Oliver Stienke und Max Richter wegen Umzügen nicht mehr zur Verfügung stehen. „Neu-Trainer“ Thomas Morzonek zeichnete ein umfangreiches Bild der neu zusammengestellten „Ersten“ und gab ein Ausblick, welche Anforderungen er, im Duo mit Rabah Abed, an das Landesliga-Team stellen wird. Robin Wollny freute sich als Trainer der 3. Herrenmannschaft über den Aufstieg in die Kreisliga B, in der das Team in der kommenden Saison einen einstelligen Tabellenplatz anpeilt.

Auch neben dem Platz wurde gute Arbeit geleistet: Als Kassierer konnte Wollny einen positiven Kassenbericht vorstellen, der nicht nur dem Vorstand ein Lächeln auf das Gesicht zauberte – noch vor zwei Jahren mussten die Verantwortlichen der Versammlung von einem dicken Minus berichten. An der Buchführung hatten die Prüferinnen Lisa Zensen und Vanessa Piepenbreier nichts auszusetzen und baten, urlaubsbedingt per Videobeitrag, um die Entlastung des Vorstands. Für die ausscheidende Zensen wurde Sophie-Marie Schulz einstimmig gewählt.

Nach rund einer Stunde stand der wichtigste Tagesordnungspunkt an: für die Wahl des neuen Vorstands hatte sich der VfL im Vorfeld bereits gut aufgestellt. Ingo Pallas hatte sich intensiv mit dem Amt des Vorsitzenden und seinem potentiellen Team auseinandergesetzt. In einer kernigen Ansprache ließ er die Versammlung an seinen Beweggründen und Vorstellungen teilhaben. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit diesen „geilen Verein“ weiter zu professionalisieren und alle Vereinsteile wieder enger zusammenzubringen. Ohne Gegenkandidaten wählten die Mitglieder den 49-jährigen Unternehmer, der seit 2001 wieder bei den Sendener Altherren spielt, fast einstimmig zum neuen VfL-Chef. Als erster Gratulant übergab Buchholz seinem Nachfolger (wie bereits Helmut Ingelmann vor zehn Jahren an ihn) die Schlüssel zum Sportpark und somit die gewichtige Verantwortung für über 600 VfLer/innen. Pallas bedankte sich bei seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit - die Versammlung verabschiedete Buchholz anschließend mit stehenden Ovation. Wiedergewählt wurden Taylan Berik (Stellv. Vorsitzender), Michael Matte (Geschäftsführer), Robin Wollny (Kassierer), Holger Karbowiak (Stellv. Geschäftsführer), Wolfgang Fatum und Ludger Rott (beide Beisitzer). Ebenfalls neu in den Vorstand rückte Thorsten Scheunemann auf, der das Amt des stellvertretenden Kassierers von Christian Arends übernahm. Dieser wiederum wurde als Berik-Nachfolger zum sportlichen Leiter vom Vorstand bestimmt. Für den Ältestenrat wurden Peter Stehlik und Günter Klinger wiedergewählt – Willi Schäfers und Buchholz übernahmen die Plätze von Peter Bischoff und dem verstorbenen Siegfried Böttcher.

"Enger zusammenrücken" soll der Vorstand, so der Wunsch des neuen Vorsitzenden Ingo Pallas. Situationsbedingt ist es  auf dem Foto vor dem neuen Kabinengebäude noch nicht wieder möglich. Hinten (v.l.): Thorsten Scheunemann, Ingo Pallas, Michael Matte. Vorne (v.l.): Taylan Berik und Robin Wollny.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ berichtete Wollny von der Kreis-Fußballkonferenz (22.06.2020), dass Freundschafsspiele nur unter strikten Auflagen möglich seien und über die voraussichtlichen Staffeleinteilungen sowie den geplanten Beginn der neuen Saison im September. Eine weitere Konferenz im August solle weitere Planungssicherheit geben. Bevor er erstmalig die Versammlung schloss, kündigte Pallas an den Mädchen- und Frauenbereich mehr in den Fokus rücken zu wollen und bat um aktive Mithilfe aus ebendiesem. Zuletzt machte er auf die geplanten Eigenleistungen am Kunstrasen 2 aufmerksam, zu der „Muskelkraft aus den Mannschaften“ gefragt sein wird.

Werner SmolkaWerner Smolka 
*13.12.1938 † 10.08.2017

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitglied, Trainer und einem wunderbarem Menschen. Viel zu früh entschlief Werner am vergangenen Donnerstag plötzlich im Alter von 78 Jahren.

Über 45 Jahre war Werner ein geschätzter und unverzichtbarer Teil unseres Vereins. In seiner langen ehrenamtlichen Tätigkeit war er bereits am Sportplatz an der Holtruper Straße als Platzwart tätig. Als Trainer trainierte er in dieser langen Zeit nahezu in jeder Altersklasse und bei den Senioren unzählige Mannschaften. Bis zuletzt war er als Trainer bei den F1-Junioren aktiv und plante schon wieder die Vorbereitung für die kommende Spielzeit, die leider ohne ihn beginnen wird.

Werner, wir werden dein Andenken in Ehren halten und dich stets als den guten und hilfsbereiten Menschen in unseren Herzen einschließen, der du zu Lebzeiten stets gewesen bist.

Die Andacht findet am Samstag, 19. August, in der Kapelle des Altenheim St. Johannes, Münsterstraße 10 in Senden statt. Werner wird auf dem Firedhof von St. Laurentius anschließend beigesetzt.

 

Die Gesicht hinter dem VfL - Teil 3 Markus Kemming

Seit 20 Jahren neben dem Platz am Ball für den VfL Senden: Markus Kemming.  Foto: Arends

Senden - Nach der Saison ist vor der Saison und ob nun im Profibereicht oder bei den Amateuren - im Fußball dreht sich zu dieser Zeit meist das große Personalkarusell. Auch beim VfL Senden muss sich der Zuschauer in dieser Spielzeit wieder an einige neue Gesichter gewöhnen, doch ein Mann ist den Besuchern des Sportparks in den letzten Jahrzehnten stets ein Begriff und eng mit der 1. Herrenmannschaft verbunden: Markus Kemming.

Der mittlerweile 43-Jährige steht seit rund 20 Jahren in den Diensten der Mannschaft und hat so einige Trainer und Spieler Kommen wie Gehen gesehen. Seit je her sorgt er sich darum, dass zu den Spielen und Trainingseinheiten nicht nur das Trainingsmaterial vorhanden ist, sondern auch genug Flüssigkeit für die Sportler bereitsteht oder auch bei den Spielen administrative Aufgaben wie der Spielbericht zuverlässig erledigt werden. Für seine Aufgaben als Betreuer der Senioren ist Kemming meist früh vor Trainingsbeginn auf der Sportanlage: „Ich habe gerne alles in Ruhe vorbereitet, damit am Ende nichts fehlt“, erklärt er.  Seinen Weg zum VfL fand er über den mittlerweile ehemaligen stellvertretenden Geschäftsführer Gerd Haack. „Gerd sprach mich damals an, ob ich nicht bei der Zweiten mithelfen wolle, da musste ich nicht lang überlegen“, erinnert sich Kemming, der bis dato lediglich als Zuschauer hinter der Bande stand. Nach nur zwei Jahren wechselte der Sendener zur ersten Herrenmannschaft unter der Leitung von Martin Müller. Seitdem hat sich viel verändert. Die Einführung des DFBnet bezeichnet er als „sinnvolle und arbeitserleichternde Verbesserung“ im Spielbetrieb, aber auch beim Verein selbst habe sich in den letzten Jahren sehr viel getan, sodass ein professionelleres Arbeiten in allen Bereichen ermöglicht wurde.

Besondere Momente waren für mich natürlich unsere Aufstiege in die Bezirksliga 2002, 2007 und 2013. Da ist man natürlich ein bisschen stolz Teil eines solchen Teams zu sein.“. Dass ohne ihn beim VfL ein kleines Chaos entsteht, merkte auch Trainer Claus Fischer, als die Mannschaft ohne Betreuer zum Auswärtsspiel musste und sich kurz vor Abfahrt alle fragten, wo eigentlich die Mannschaftstrikots seien. Sich sorgen, dass so etwas in der Zukunft häufiger passieren könnte, müssen die VfLer erst einmal nicht. „Ich habe sehr viel Spaß an der Arbeit und möchte noch zehn Jahre dabei bleiben“, bekennt sich Kemming zu seinem VfL Senden. Gemeinsam mit seiner Mannschaft und den weiteren 30 Teams des Vereins wird Kemming heute Abend das 75-jährige Jubiläum des Vereins feiern. Nach der Andacht im Sendener Sportpark um 18:15 Uhr geht es ab 19:30 Uhr mit dem Gala-Abend in der Steverhalle weiter, zudem alle Sendenerinnen und Sendener herzlich eingeladen sind. Eintrittskarten gibt es auch noch an der Abendkasse zu 7,50 Euro.

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Die Gesichter hinter dem VfL - Teil 2 Karl Bahlmann

Karl Bahlmann ist allen VfLern gut bekannt. Die "gute Seele des Vereins" auf gewohntem Terrain in der VfL Küche im Sportpark Senden. Foto: Arends
Karl Bahlmann ist allen VfLern gut bekannt. Die "gute Seele des Vereins" auf gewohntem Terrain in der VfL Küche im Sportpark Senden. Foto: Arends

Senden - Wer hinter die Kulissen des VfL Senden schaut, der kommt an einem Urgestein nicht vorbei: Karl Bahlmann. Den zahlreichen Sportlern und Besuchern im Sportpark Senden ist Bahlmann ein wohlbekanntes Gesicht. Der 71-Jährige ist seit rund 50 Jahren begeisterter Anhänger des Vereins und seit je her tatkräftig daran beteiligt, dass am Sportplatz alles seinen rechten Weg geht.

Vor über 40 Jahren ging der hilfsbereite Rentner noch der Arbeit in der Zeche nach und wohnte im Ortsteils Ottmarsbocholt. Zu den Auswärtsspielen der VfLer wurde schon damals regelmäßig ein Bus eingesetzt, der auch im Ortsteil hielt und Bahlmann mitnehmen konnte. Mit dem Umzug nach Senden begann seine Zeit als allgegenwärtiger Platzwart, der nicht nur bei der Sauberkeit der Kabinen und der Platzmarkierung, bereits am alten Sportplatz an der Holtruper Straße, aktiv war, zudem auch beim Kassieren, Aufhängen der Werbung an den Banden und der Verpflegung der Zuschauer bei Heimspielen half.

Vor circa sechs Jahren entschied sich Bahlmann für den Wechsel zu den Junioren und Juniorinnen. Von dort an war er bei Spielen der Juniorenmannschaften „der erste Mann“ am Platz. Ob Getränke und Kuchenverkauf oder als Ersthelfer bei kleineren Verletzungen oder wenn es um die Betreuung des Schiedsrichters ging – kein Weg führte an ihm vorbei. „Mir macht der Umgang mit den vielen Kindern sehr viel Spaß. Für ein lachendes Kindergesicht stehe ich auch am Wochenende gerne früh wieder am Platz“, erzählt Bahlmann, der mit dem Beginn dieser Saison auch beim VfL „in Rente“ gegangen ist.

Dennoch zieht es „die gute Seele des VfL“ immer wieder in den Sportpark: „Richtig loslassen kann ich noch nicht, aber wenn mal Not am Mann ist, bin ich gerne dabei und helfe mit, wenn ich kann.“ Besonders für Sylvia Stock geht mit ihm ein wichtiger Mann von Bord. „Auf Karl konnte ich mich immer verlassen. Wenn irgendwas am Platz los war, kümmerte er sich sofort und auch heute darf ich ihn gerne in Ausnahmefällen beanspruchen“, erklärt Stock, die Bahlmann liebevoll als „seine Chefin“ tituliert. Neben den zahlreichen Turnieren, dürfte auch das Geschenk der Jugendabteilung zu seinem 70. Geburtstag im vergangenen Jahr eines seiner Highlights gewesen sein. Nahezu jeder Spieler aus den Jugendmannschaften hatte auf einer großen Leinwand mit riesigem VfL-Logo seine Unterschrift hinterlassen und somit ein sehr persönliches Andenken geschaffen. Zum Dank sprangen Lutscher und Eis für alle Teams heraus, die er persönlich an jeden Einzelnen verteilte.

Für die Zukunft wünscht Bahlmann sich noch mehr Engagement der Spielereltern, die mit ihrer Hilfe in der Küche und Kuchenspenden bei Heimspielen dazu beitragen, dass der Verein zum Saisonabschluss einen großzügigen Zuschuss an alle Mannschaften zahlen kann.

Die Gesichter hinter dem VfL - Teil 1 Sylvia Stock

Sylvia Stock
Umringt von Laptop, Geldkasse, Telefon und Spielpläne – Sylvia Stock in ihrer kleinen „VfL- Kommandozentrale“. Foto: Arends

Senden - Wenn Glanz und Gloria im Vordergrund stehen, findet meist hinter den Kulissen die größte Arbeit statt. Wer sich ehrenamtlich in einem Verein engagiert, kann davon ein fröhliches Lied trällern - ganz besonders Sylvia Stock. Die Sendenerin ist zum 75. Jubiläum des VfL Senden nicht mehr aus dem Verein wegzudenken.

Zuständig für den Spielbetrieb, Trainingsplangestaltung, die Jugendkasse, Koordination der F- und E-Junioren sowie den gesamten Lebensmittel-Einkauf ist Stock eine der wichtigsten Stützen, die abseits den Fußballplatzes dafür sorgen, dass alles rund läuft. Eher zufällig kam die Sendenerin 2005 zum VfL Senden und erinnert sich: „Ich habe damals mit zwei Müttern die Betreuung unserer Kinder in der D3 bei den Spielen übernommen. Das klappte offenbar so gut, dass mich Hildegard Scheunemann ansprach, ob ich nicht im Verein tätig werden will.“ Stock übernahm 2005 somit den Spielbetrieb von Scheunemann und kümmert sich fortan um die Erstellung der Pläne sowie aktiv um die Vermittlung bei Spielverlegungen mit anderen Vereinen.  Als Ersatz für die sportliche Leitung der neuen D2-Junioren überzeugte sie Christian Arends, der seitdem ebenso im VfL nicht nur als Trainer, sondern mittlerweile als Jugendleiter fungiert, sodass im folgenden Jahr genug Zeit vorhanden war um zusätzlich die Organisation der Jugendkasse zu übernehmen. Ebenfalls in 2006 wurde Stock mit dem damals neuen Jugendleiter Matthias Warnke in den Jugendvorstand gewählt, dem sie bis heute angehört.

Durch den Fortschritt mit dem DFBnet wurde vieles einfacher, aber durch den stetigen Zuwachs auf bis zu 25 Jugendmannschaften nahm der Zeitaufwand in den letzten Jahren deutlich zu“, so die 50-Jährige, die zu dieser Saison die Kassen-Verwaltung an die 2. Kassiererin Verena Kaesler abgeben wird. Ihr größter Antrieb war und ist weiterhin ihr Sohn, der selbst bis zur B-Jugend aktiv im VfL spielte, mittlerweile einen Trainerschein erworben hat und die D2-Junioren trainiert. „Ich bekomme immer mit wie sehr sich Steffen um seine Mannschaft kümmert und engagiert, da halte ich ihm und den anderen Trainern gerne den Rücken frei“.

Als ihre größten Highlights bezeichnet Stock die Großveranstaltungen der Jugendabteilung, insbesondere die jährlich im Februar stattfindenden F- und E-Junioren-Hallenturniere, zu denen immer über 20 Mannschaften in die Steverstadt kommen. Neben den vielen lachenden und fröhlichen Kindergesichtern muss Stock bei ihrem Resümee der letzten Jahre aber auch von Tiefpunkten berichten: „Leider lässt die Unterstützung der Eltern und allgemein im Ehrenamt immer mehr nach. Es wird deutlich mehr von jedem Einzelnen verlangt, doch kaum jemand erklärt sich bereit auch mitanzupacken“, geht der Appel vor allem in Richtung Elternschaft. Nichtsdestotrotz wird ihr unermüdlicher Einsatz auch in der kommenden Spielzeit dafür sorgen, dass zumindest neben dem Platz beim VfL alles erfolgreich abläuft.