Jahreshauptversammlung 2019

Zahlreiche Ehrungen und konstruktive Diskussionen

58 Mitglieder des VfL Senden waren am Montagabend der Einladung zur Jahreshauptversammlung in das Vereinslokal „Niemeyer’s“ gefolgt. In seiner Begrüßung gedachte der Vorsitzende Gerd Buchholz an die verstorbenen VfLer des letzten Jahres und wies auf die zahlreichen Ehrungen für langjährige Mitglieder hin, die im weiteren Verlauf folgten. In diesem Kontext mahnte er die Entwicklung an, dass sich immer mehr Mitglieder aus dem Verein abmelden würden, wenn sie nicht mehr aktiv spielen würden. Eine Verbundenheit, wie es zu früheren Zeiten noch üblich war, würde immer geringer werden, wenn dem Mitgliedsbeitrag kein direkter Nutzen mehr gegenüberstünde.

Die Geehrten nahmen aus den Händen von Gerd Buchholz Ehrennadeln und Urkunden in Empfang. Vordere Reihe (v.l.n.r.): Felix Berning, Wolfgang Fatum, Wolfgang Suttrup und Annika Scheunemann. Hintere Reihe: (v.l.n.r.): Felix Stutenkemper, Markus Reher und Tobias Schäfer.Die Geehrten nahmen aus den Händen von Gerd Buchholz Ehrennadeln und Urkunden in Empfang. Vordere Reihe (v.l.n.r.): Felix Berning, Wolfgang Fatum, Wolfgang Suttrup und Annika Scheunemann. Hintere Reihe: (v.l.n.r.): Felix Stutenkemper, Markus Reher und Tobias Schäfer.

Groß war die Freude bei Buchholz darüber, dass er mit Heinz-Albert Koke, Franz-Josef Korves, Siegfried Rieger und Markus Klostermann gleich vier Ehrenmitglieder ernennen durfte, die dem VfL Senden seit über 50 Jahren die Treue halten und künftig beitragsfrei sind. Für 35 Jahre erhielten Wolfgang Fatum und Wolfgang Suttrup eine Urkunde und die goldene Ehrennadel samt VfL Logo aus den Händen des Vorsitzenden. Die silberne Ehrennadel für die 20-jährige Mitgliedschaft können sich künftig auch einige aktive Spieler des Vereins ans Revers stecken: Felix Berning, Steffen Nagel, Markus Reher und Tobias Schäfer erhielten sie ebenso wie Felix Stutenkemper, Annika Scheunemann und der ehemalige „VfL-Präses Helmut Ingelmann.“ Lobende Worte fand Buchholz für Scheunemann und ihre Damenmannschaft, die seit Jahren erfolgreich in der Bezirksliga spielen und aktuell, mit einem schmalen Kader, als Tabellenführer um den Aufstieg in die Landesliga kämpfen. Ebenso fand der Erfolg der A-Junioren, die in der abgelaufenen Saison wieder in die Bezirksliga aufgestiegen waren, Erwähnung. Als Aufsteiger steht die Mannschaft von Christian Arends auf Platz 4 und hat weiter realistische Chancen auf einen erneuten Aufstieg.

Eine angeregte Diskussion entwickelte sich aus der Forderung der Mitglieder, die wieder mehr gemeinsame Festivitäten wie einen Saisonabschluss, Weihnachtsfeier oder ein früheres Mixed-Turnier durchführen wollen würden. Der Vorstand und Jugendvorstand werden sich mit diesem Thema befassen und gemeinsam mit allen Seniorenteams die Möglichkeiten und Termine abstimmen. Ein feierlicher Anlass wird sicherlich die Fertigstellung des geplanten Kabinengebäudes sein, über das Buchholz berichtete. Der Bauantrag beim Kreis sei seit Dezember gestellt und erste Gespräche mit den Gewerken sollen zeitnah geführt werden. „Wir hoffen natürlich auf wohlwollendes Entgegenkommen unserer Sponsoren, die für uns Teile der Baumaßnahmen durchführen sollen“. Für den Neubau (WN berichteten) wurden durch die Gemeinde Senden rund 600.000 Euro veranschlagt, die zu 75% aus dem Gemeindesäckel fließen sollen. Mögliche Fördermaßnahmen hat der Vorstand bereits ins Auge gefasst und sein Vorhaben an den Kreissportbund kommuniziert, sodass die Belastung der Vereinskasse möglichst gering ausfällt- Besonders freuen dürfte die Kicker in diesem Zusammenhang, dass die vier neuen Umkleiden nicht nur optisch einiges hermachen werden, sondern alle Nassräume mit sechs Duschen ausgestattet sind. Denn aktuell, klagte Damen-Spielführerin Lisa Zensen, würden seit Wochen nur fünf der insgesamt zehn Brausen in den zwei Umkleideräumen im Vereinsheim funktionieren. Geschäftsführer Michael Matte wies darauf hin, dass die Gemeinde als Eigentümer bereits vor mehreren Wochen informiert wurde, jedoch bisher keine Reparatur standfand.

Als weiteres Großprojekt stellte Buchholz die geplante Anschaffung von zwei Vereins-Bullis für den Spielbetrieb vor (WN berichteten), die in einer gemeinsamen Aktion mit dem ASV Senden Handball (ein weiterer Bulli) und in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein und seiner Mitglieder finanziert werden solle. Auch an dieser Stelle entwickelte sich eine Diskussion, in der Addi Bischoff (früher im Jugendvorstand des VfL) zu Bedenken gab, dass einerseits eine faire Verteilung schwierig sei, man aber auch nicht die Eltern der Nachwuchskicker zu sehr aus der Verantwortung nehmen dürfe. Marc Buricke, Spielführer der 2. Herrenmannschaft, schlug vor, auch Kooperationen mit der Lebenshilfe oder dem Altenheim zu prüfen, damit das Gemeinwohl einen größtmöglichen Nutzen hat und potentielle Unterstützer einen weiteren, sozialen Anreiz haben.

Die sportlichen Berichte der Seniorenmannschaften, erstmalig auch von der neugegründeten 4. Herrenmannschaft, fielen insgesamt positiv aus. „Luft nach oben“ gäbe es, laut Buchholz, immer, man könne aber mit der sportlichen Entwicklung der letzten Jahre durchaus zufrieden sein. Für die Jugend zog Arends als Vorsitzender ebenso eine erfreuliche Bilanz. Gerade durch die Kooperation mit Blau-Weiß Ottmarsbocholt im Juniorinnenbereich würden die Kräfte in der Gemeinde effektiv gebündelt. Auch bei den Junioren sähe es sportlich gut aus. Die Anmeldezahlen bei den jüngsten seien stetig hoch und mit 15 Mannschaften sei eine gute Basis für die Zukunft gelegt. Für die Altherren-Abteilung berichtete Vorsitzender Willi Schäfers, der zum 43. Mal in seinem Amt bestätigt wurde, wenngleich er nach 42 Jahren eine Tradition brechen musste und erstmalig nicht selbst die Versammlung leiten konnte. Die ältesten VfLer treten weiterhin in Teams der Klassen Ü32, Ü40 und Ü50 an, freuen sich aber über weiteren Nachwuchs ab 32 Jahren und luden herzlich zum Training ein, welches jeden Mittwoch ab 19:15 Uhr im Sportpark stattfindet und oft mit geselligem Beisammensein bei Wurst und Getränken ausklingt.

Mit Spannung erwartet wurde der Kassenbericht, den erstmalig Kassierer Robin Wollny, als Nachfolger von Wolfgang Fatum, verlesen durfte. Standen zur letzten Versammlung noch deutliche Defizite in der Bilanz, so konnte der Vorstand durch Einsparungen und Akquirierung neuer Mittel nun einen geringen Verlust von rund 3000 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr ausweisen, in dem die beschlossene Beitragserhöhung ab 2019 noch nicht eingeflossen war. Nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer Harald Cunen und Lisa Zensen, erhielt der Vorstand die Entlastung durch die Versammlung und wählte Vanessa Piepenbreier als Nachfolger für den ausscheidenden Cunen. Unter „Verschiedenes“ meldete sich Nico Stuhldreier zu Wort, der die Zusammenarbeit der Jugend- und Seniorenabteilung als verbesserungswürdig kritisierte. Man solle wieder vermehrt auf Sendener Spieler setzen und müsse die Wertschätzung „im eigenen Stall“ höher ansiedeln. Die großen Erfolge der Jugend und deren konzeptionelle Arbeit sollen Vorbild auch für den Seniorenbereich sein. Man müsse die vorhandene Erfahrung und Kompetenz künftig noch besser nutzen und weiter ausbauen. Auch hierüber wurde lange und gegensätzlich diskutiert, sodass der Vorstand letztlich beauftragt wurde, sich noch einmal ausführlicher mit diesem Thema zu befassen, bevor Buchholz um 21:35 Uhr die Versammlung nach zwei Stunden beendete.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Zur Jahreshauptversammlung am Montag, den 18.03.2019

um 19:30 Uhr im Vereinslokal Hotel Niemeyers, laden wir herzlich ein.

 

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Bericht des Vorsitzenden
  2. Ehrungen
  3. Berichte der Abteilungen
  4. Geschäfts- und Kassenbericht
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Vorstandes
  7. Wahl eines Kassenprüfers
  8. Verschiedenes

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!

 

Mit sportlichem Gruß

Für den Vorstand

Gerhard Buchholz

( 1. Vorsitzender )

Werner SmolkaWerner Smolka 
*13.12.1938 † 10.08.2017

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitglied, Trainer und einem wunderbarem Menschen. Viel zu früh entschlief Werner am vergangenen Donnerstag plötzlich im Alter von 78 Jahren.

Über 45 Jahre war Werner ein geschätzter und unverzichtbarer Teil unseres Vereins. In seiner langen ehrenamtlichen Tätigkeit war er bereits am Sportplatz an der Holtruper Straße als Platzwart tätig. Als Trainer trainierte er in dieser langen Zeit nahezu in jeder Altersklasse und bei den Senioren unzählige Mannschaften. Bis zuletzt war er als Trainer bei den F1-Junioren aktiv und plante schon wieder die Vorbereitung für die kommende Spielzeit, die leider ohne ihn beginnen wird.

Werner, wir werden dein Andenken in Ehren halten und dich stets als den guten und hilfsbereiten Menschen in unseren Herzen einschließen, der du zu Lebzeiten stets gewesen bist.

Die Andacht findet am Samstag, 19. August, in der Kapelle des Altenheim St. Johannes, Münsterstraße 10 in Senden statt. Werner wird auf dem Firedhof von St. Laurentius anschließend beigesetzt.

 

Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung des VfL Senden

Kassenbericht weist Verluste aus / Ehrenamtler händeringend gesucht

Rund 50 Mitglieder waren am Montagabend der Einladung des VfL Senden zur Jahreshauptversammlung in die Vereinsgaststätte Hotel Niemeyer‘s gefolgt. Der Vorsitzende Gerd Buchholz blickte in seiner Begrüßung auf die vergangenen 12 Monate zurück und legte den Fokus auf den erstmaligen Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Landesliga. Er beglückwünschte noch einmal die Mannschaft zu diesem großartigen Erfolg und dankte besonders dem Trainer Rainer Leifken, "ohne den dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre." Rainer Leifken gab in seinem kurzen Saisonrückblick diesen Dank an die Mannschaft zurück, "die sehr gut gearbeitet habe und letztlich für den Erfolg verantwortlich sei." Buchholz kündigte für den letzten Spieltag (28. Mai) eine Wiederholung der letztjährigen Saisonabschlussfeier für alle Seniorenteams an.

Ein wichtiges Thema in dem Bericht des pensionierten Pädagogen waren die in die Jahre gekommenen Umkleidekabinen, die direkt an das Cabrio grenzen. "Die Aussicht auf einen Neubau sei wahrscheinlicher als eine Sanierung". Dies sei ein Ergebnis eines Gespräches, welches der Vorstand Anfang Februar mit der Verwaltung geführt habe. Allerdings würden für die Realisierung dieser Maßnahme erst für 2019 Mittel in den Haushalt eingestellt. Die Gemeinde plane allerdings, in Zukunft bei Investitionen die Vereine in Höhe von 20-25% an den Gesamtkosten zu beteiligen. Wenn diese Pläne so umgesetzt würden, so Buchholz, sei das für den VfL eine gewaltige Herausforderung und Aufgabe. In den letzten Jahren habe der VfL schon bei dem Bau der Tribüne, dem Vordach vor dem Geschäftszimmer und der Renovierung des Kassenhäuschens entsprechende Eigenleistungen erbracht.

Unter dem Punkt „Ehrungen“ gab es dieses Mal einen besonderen Jubilar: Günter Klinger wurde mit der goldenen Vereinsnadel für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. 35 Jahre Mitglied ist Heinz-Joachim Moll . Die Ehrennadel in Silber für 20-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Marcel Berik, Marvin Lemmer, Tobias Schulte, Patrick Reckmann, Maurice Reckmann, Nils Piepenbreier, Matthias Woort, Marcel Lücke, Holger Karbowiak, Addi Bischoff, Markus Gettrup, Marcus Winkelheide, Martin Wagner und Richard Pauer.

Die Berichte der einzelnen Mannschaften und Abteilungen verliefen durchweg positiv. Für die Jugendabteilung informierte Christian Arends über die zahlreichen Teams, die jede Woche mit über 400 Kindern auf Punkte- und Torejagd gehen. Einen tristen Ausblick gab er auf die neue Saison, in der aktuell für vier Mannschaften Trainer und Übungsleiter fehlen – für eine Idealbesetzung mit je zwei Verantwortlichen pro Team würden gar zwölf Ehrenamtler fehlen. Die Anwesenden rief Arends zur Mitarbeit auf und stellte gute Einarbeitung und Qualifizierungen in Aussicht.

Mit Spannung wurde der Bericht des Kassierers Wolfgang Fatum erwartet. Dieser wies für das abgelaufene Geschäftsjahr einen mittleren, vierstelligen Verlust auf. Investitionen am Sportgelände und dessen Pflege hatten zu größeren Ausgaben geführt. Die Liquidität des Vereins sei jedoch nicht gefährdet, da der Verein in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet habe. Fatum mahnte zur Sparsamkeit, denn, ungeachtet der sportlichen Erfolge, werde es für den Verein immer schwieriger kostendeckend zu arbeiten, da auch das ehrenamtliche Engagement weiter zurückgehe. Dass der Vorstand die Kasse ordentlich geführt hat, bestätigte Linda Tenholt, die mit Axel Rosenberg diese in der Vorwoche geprüft hatte. Da Tenholt turnusmäßig ausschied, wurde Harald Cunen zum neuen, zweiten Prüfer für 2 Jahre gewählt. Nach rund 75 Minuten schloss Buchholz die Versammlung.

hintere Reihe (v.l.n.r.): Patrick Reckmann, Matthias Woort, Marcel Lücke, Marvin Lemmer und Holger Karbowiak. Vordere Reihe (v.l.n.r.): Marcel Berik, Maurice Reckmann, Tobias Schulte, Günter Klinger und Nils Piepenbreier.

Ergebnisse

Herren:
 
Landesliga
 
VfL Senden 1:2(0:0) Westfalia Gemen
Tore: 0:1 Christoph Blanke(82'), 0:2 Tim Brocking(85'), 1:2 Joshua Dabrowski(87')
 
Kreisliga B
 
VfL Senden II 4:1(1:1) SV Concordia Albachten II
Tore: 0:1 Eduard Hörner(08'), 1:1,1:2 Marc Buricke(38',65') 1:3 Tobias Spiekermann(74'), 1:4 Phillip Wilbers(90')
 
Kreisliga C
 
SC BW Ottmarsbocholt II 1:1(0:1) VfL Senden III
Tore: 0:1 Sören Kiffmeyer(28'), 1:1 Julian Nosthoff(89')
 
Damen:
 
Bezirksliga
 
DJK TuS Rotthausen 0:10(0:4) VfL Senden
Tore: 0:1,0:3 Lorena Gräfe(16',37'), 0:2,0:6 Theresa Wellerdieck(18',65'), 0:4,0:10 Lisa Belen Zensen(45',87'), 0:5,0:8 Hanan Das(58',75'), 0:7 Magdalena Sophia Greshake(66'), 0:9 Anne Beckensträter(80')

Die Gesicht hinter dem VfL - Teil 3 Markus Kemming

Seit 20 Jahren neben dem Platz am Ball für den VfL Senden: Markus Kemming.  Foto: Arends

Senden - Nach der Saison ist vor der Saison und ob nun im Profibereicht oder bei den Amateuren - im Fußball dreht sich zu dieser Zeit meist das große Personalkarusell. Auch beim VfL Senden muss sich der Zuschauer in dieser Spielzeit wieder an einige neue Gesichter gewöhnen, doch ein Mann ist den Besuchern des Sportparks in den letzten Jahrzehnten stets ein Begriff und eng mit der 1. Herrenmannschaft verbunden: Markus Kemming.

Der mittlerweile 43-Jährige steht seit rund 20 Jahren in den Diensten der Mannschaft und hat so einige Trainer und Spieler Kommen wie Gehen gesehen. Seit je her sorgt er sich darum, dass zu den Spielen und Trainingseinheiten nicht nur das Trainingsmaterial vorhanden ist, sondern auch genug Flüssigkeit für die Sportler bereitsteht oder auch bei den Spielen administrative Aufgaben wie der Spielbericht zuverlässig erledigt werden. Für seine Aufgaben als Betreuer der Senioren ist Kemming meist früh vor Trainingsbeginn auf der Sportanlage: „Ich habe gerne alles in Ruhe vorbereitet, damit am Ende nichts fehlt“, erklärt er.  Seinen Weg zum VfL fand er über den mittlerweile ehemaligen stellvertretenden Geschäftsführer Gerd Haack. „Gerd sprach mich damals an, ob ich nicht bei der Zweiten mithelfen wolle, da musste ich nicht lang überlegen“, erinnert sich Kemming, der bis dato lediglich als Zuschauer hinter der Bande stand. Nach nur zwei Jahren wechselte der Sendener zur ersten Herrenmannschaft unter der Leitung von Martin Müller. Seitdem hat sich viel verändert. Die Einführung des DFBnet bezeichnet er als „sinnvolle und arbeitserleichternde Verbesserung“ im Spielbetrieb, aber auch beim Verein selbst habe sich in den letzten Jahren sehr viel getan, sodass ein professionelleres Arbeiten in allen Bereichen ermöglicht wurde.

Besondere Momente waren für mich natürlich unsere Aufstiege in die Bezirksliga 2002, 2007 und 2013. Da ist man natürlich ein bisschen stolz Teil eines solchen Teams zu sein.“. Dass ohne ihn beim VfL ein kleines Chaos entsteht, merkte auch Trainer Claus Fischer, als die Mannschaft ohne Betreuer zum Auswärtsspiel musste und sich kurz vor Abfahrt alle fragten, wo eigentlich die Mannschaftstrikots seien. Sich sorgen, dass so etwas in der Zukunft häufiger passieren könnte, müssen die VfLer erst einmal nicht. „Ich habe sehr viel Spaß an der Arbeit und möchte noch zehn Jahre dabei bleiben“, bekennt sich Kemming zu seinem VfL Senden. Gemeinsam mit seiner Mannschaft und den weiteren 30 Teams des Vereins wird Kemming heute Abend das 75-jährige Jubiläum des Vereins feiern. Nach der Andacht im Sendener Sportpark um 18:15 Uhr geht es ab 19:30 Uhr mit dem Gala-Abend in der Steverhalle weiter, zudem alle Sendenerinnen und Sendener herzlich eingeladen sind. Eintrittskarten gibt es auch noch an der Abendkasse zu 7,50 Euro.

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Die Gesichter hinter dem VfL - Teil 2 Karl Bahlmann

Karl Bahlmann ist allen VfLern gut bekannt. Die "gute Seele des Vereins" auf gewohntem Terrain in der VfL Küche im Sportpark Senden. Foto: Arends
Karl Bahlmann ist allen VfLern gut bekannt. Die "gute Seele des Vereins" auf gewohntem Terrain in der VfL Küche im Sportpark Senden. Foto: Arends

Senden - Wer hinter die Kulissen des VfL Senden schaut, der kommt an einem Urgestein nicht vorbei: Karl Bahlmann. Den zahlreichen Sportlern und Besuchern im Sportpark Senden ist Bahlmann ein wohlbekanntes Gesicht. Der 71-Jährige ist seit rund 50 Jahren begeisterter Anhänger des Vereins und seit je her tatkräftig daran beteiligt, dass am Sportplatz alles seinen rechten Weg geht.

Vor über 40 Jahren ging der hilfsbereite Rentner noch der Arbeit in der Zeche nach und wohnte im Ortsteils Ottmarsbocholt. Zu den Auswärtsspielen der VfLer wurde schon damals regelmäßig ein Bus eingesetzt, der auch im Ortsteil hielt und Bahlmann mitnehmen konnte. Mit dem Umzug nach Senden begann seine Zeit als allgegenwärtiger Platzwart, der nicht nur bei der Sauberkeit der Kabinen und der Platzmarkierung, bereits am alten Sportplatz an der Holtruper Straße, aktiv war, zudem auch beim Kassieren, Aufhängen der Werbung an den Banden und der Verpflegung der Zuschauer bei Heimspielen half.

Vor circa sechs Jahren entschied sich Bahlmann für den Wechsel zu den Junioren und Juniorinnen. Von dort an war er bei Spielen der Juniorenmannschaften „der erste Mann“ am Platz. Ob Getränke und Kuchenverkauf oder als Ersthelfer bei kleineren Verletzungen oder wenn es um die Betreuung des Schiedsrichters ging – kein Weg führte an ihm vorbei. „Mir macht der Umgang mit den vielen Kindern sehr viel Spaß. Für ein lachendes Kindergesicht stehe ich auch am Wochenende gerne früh wieder am Platz“, erzählt Bahlmann, der mit dem Beginn dieser Saison auch beim VfL „in Rente“ gegangen ist.

Dennoch zieht es „die gute Seele des VfL“ immer wieder in den Sportpark: „Richtig loslassen kann ich noch nicht, aber wenn mal Not am Mann ist, bin ich gerne dabei und helfe mit, wenn ich kann.“ Besonders für Sylvia Stock geht mit ihm ein wichtiger Mann von Bord. „Auf Karl konnte ich mich immer verlassen. Wenn irgendwas am Platz los war, kümmerte er sich sofort und auch heute darf ich ihn gerne in Ausnahmefällen beanspruchen“, erklärt Stock, die Bahlmann liebevoll als „seine Chefin“ tituliert. Neben den zahlreichen Turnieren, dürfte auch das Geschenk der Jugendabteilung zu seinem 70. Geburtstag im vergangenen Jahr eines seiner Highlights gewesen sein. Nahezu jeder Spieler aus den Jugendmannschaften hatte auf einer großen Leinwand mit riesigem VfL-Logo seine Unterschrift hinterlassen und somit ein sehr persönliches Andenken geschaffen. Zum Dank sprangen Lutscher und Eis für alle Teams heraus, die er persönlich an jeden Einzelnen verteilte.

Für die Zukunft wünscht Bahlmann sich noch mehr Engagement der Spielereltern, die mit ihrer Hilfe in der Küche und Kuchenspenden bei Heimspielen dazu beitragen, dass der Verein zum Saisonabschluss einen großzügigen Zuschuss an alle Mannschaften zahlen kann.

Die Gesichter hinter dem VfL - Teil 1 Sylvia Stock

Sylvia Stock
Umringt von Laptop, Geldkasse, Telefon und Spielpläne – Sylvia Stock in ihrer kleinen „VfL- Kommandozentrale“. Foto: Arends

Senden - Wenn Glanz und Gloria im Vordergrund stehen, findet meist hinter den Kulissen die größte Arbeit statt. Wer sich ehrenamtlich in einem Verein engagiert, kann davon ein fröhliches Lied trällern - ganz besonders Sylvia Stock. Die Sendenerin ist zum 75. Jubiläum des VfL Senden nicht mehr aus dem Verein wegzudenken.

Zuständig für den Spielbetrieb, Trainingsplangestaltung, die Jugendkasse, Koordination der F- und E-Junioren sowie den gesamten Lebensmittel-Einkauf ist Stock eine der wichtigsten Stützen, die abseits den Fußballplatzes dafür sorgen, dass alles rund läuft. Eher zufällig kam die Sendenerin 2005 zum VfL Senden und erinnert sich: „Ich habe damals mit zwei Müttern die Betreuung unserer Kinder in der D3 bei den Spielen übernommen. Das klappte offenbar so gut, dass mich Hildegard Scheunemann ansprach, ob ich nicht im Verein tätig werden will.“ Stock übernahm 2005 somit den Spielbetrieb von Scheunemann und kümmert sich fortan um die Erstellung der Pläne sowie aktiv um die Vermittlung bei Spielverlegungen mit anderen Vereinen.  Als Ersatz für die sportliche Leitung der neuen D2-Junioren überzeugte sie Christian Arends, der seitdem ebenso im VfL nicht nur als Trainer, sondern mittlerweile als Jugendleiter fungiert, sodass im folgenden Jahr genug Zeit vorhanden war um zusätzlich die Organisation der Jugendkasse zu übernehmen. Ebenfalls in 2006 wurde Stock mit dem damals neuen Jugendleiter Matthias Warnke in den Jugendvorstand gewählt, dem sie bis heute angehört.

Durch den Fortschritt mit dem DFBnet wurde vieles einfacher, aber durch den stetigen Zuwachs auf bis zu 25 Jugendmannschaften nahm der Zeitaufwand in den letzten Jahren deutlich zu“, so die 50-Jährige, die zu dieser Saison die Kassen-Verwaltung an die 2. Kassiererin Verena Kaesler abgeben wird. Ihr größter Antrieb war und ist weiterhin ihr Sohn, der selbst bis zur B-Jugend aktiv im VfL spielte, mittlerweile einen Trainerschein erworben hat und die D2-Junioren trainiert. „Ich bekomme immer mit wie sehr sich Steffen um seine Mannschaft kümmert und engagiert, da halte ich ihm und den anderen Trainern gerne den Rücken frei“.

Als ihre größten Highlights bezeichnet Stock die Großveranstaltungen der Jugendabteilung, insbesondere die jährlich im Februar stattfindenden F- und E-Junioren-Hallenturniere, zu denen immer über 20 Mannschaften in die Steverstadt kommen. Neben den vielen lachenden und fröhlichen Kindergesichtern muss Stock bei ihrem Resümee der letzten Jahre aber auch von Tiefpunkten berichten: „Leider lässt die Unterstützung der Eltern und allgemein im Ehrenamt immer mehr nach. Es wird deutlich mehr von jedem Einzelnen verlangt, doch kaum jemand erklärt sich bereit auch mitanzupacken“, geht der Appel vor allem in Richtung Elternschaft. Nichtsdestotrotz wird ihr unermüdlicher Einsatz auch in der kommenden Spielzeit dafür sorgen, dass zumindest neben dem Platz beim VfL alles erfolgreich abläuft.